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Einführung in die Daten-/ Netzwerktechnik

Die Geschichte der Datentechnik ist untrennbar mit den Entwicklungen der Verkabelung und der Anschlusstechnik verbunden. Ohne entsprechende Kabel und Leitungen und ohne qualitativ hochwertige Anschluss- und Verbindungskomponenten sind leistungsfähige Datennetze (englisch „local area networks", kurz LANs) nicht möglich.

Angesichts von Hochgeschwindigkeitsnetzen wie Gigabit- und 10 Gigabit Ethernet ist es heute kaum noch vorstellbar, dass Datennetze ihren Ursprung in der Telefonverkabelung haben. In den Sechziger und Siebziger Jahren standen an den Arbeitsplätzen so genannte Terminals, die nur eine Tastatur und einen einfachen Bildschirm besaßen. Sie waren meist über Leitungen in Telefonqualität mit einem zentralen Großrechner, dem Mainframe, verbunden, der sämtliche Rechenaufgaben auszuführen hatte. Um den Mainframe von Zeit raubenden Routineaufgaben zu entlasten, führte man Zwischenrechner ein, die einfache Berechnungen selbst ausführen konnten.

Im Laufe der Zeit verlagerte man immer mehr Rechenleistung vom Großrechner zum Benutzer, bis mit den PCs schließlich intelligente Endgeräte die meisten Berechnungen und Aufgaben selbst erledigten und nur noch gelegentlich auf einen zentralen Rechner zugriffen. Server, kaum größer als PCs mit Standgehäusen, ersetzten mehr und mehr die alten Mainframes; statt alle Rechenaufgaben für die Endgeräte auszuführen, stellten sie hauptsächlich gemeinsame Daten zur Verfügung und übernahmen deren Sicherung.

Auch die Art, wie die Benutzer mit den Computern arbeiteten, änderte sich grundlegend. Der Mensch ist von Natur aus visuell veranlagt und denkt in Bildern. Mit leistungsfähigen PCs wurde es möglich, grafische Darstellungen zu nutzen, um Daten einzugeben oder Ergebnisse darzustellen. Noch zu Beginn der Neunziger Jahre teilten sich alle Endgeräte eines Teilnetzes die zur Verfügung stehende Übertragungsleistung, in dem sie abwechselnd Daten sendeten oder empfingen; man sprach dabei von Shared-Media-Techniken (engl. to share = teilen). Immer aufwändigere grafische Darstellungen und größere Dateien erforderten bereits nach wenigen Jahren leistungsfähigere Datennetze, bei denen die Datenströme nur noch zum betreffenden PC durchgeschaltet werden und alle übrigen Geräte unbehelligt bleiben. Bei diesen Switched-Techniken (engl. to switch = schalten) wird jedem Endgerät die volle Übertragungsbandbreite zur Verfügung gestellt, und es ist möglich, mehrere Datenströme zu verschiedenen Endgeräten gleichzeitig zu leiten.

Mittlerweile hat das Ethernet mit seinen Varianten die anderen LAN-Technologien verdrängt. Die wichtigsten Vertreter sind Fast Ethernet mit 100 Mbit/s, Gigabit Ethernet mit 1 Gbit/s (= 1.000 Mbit/s) und 10 Gigabit Ethernet mit 10 Gbit/s.


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